
Ein einheitliches Taufverständnis bleibt in der 2000-jährigen Kirchen- und Theologiegeschichte, im wahrsten Sinn des Wortes, ein frommer Wunsch. […] Dennoch ist das Finden dieser christlichen Wahrheit in der Frage der biblischen Taufe in dieser Arbeit […] erstrebenswert und somit das Ziel. Ein Gebet, welches insbesondere für jeden Theologen und in der Frage der Taufe nochmals explizit gilt, soll somit über der gesamten Wahrheitssuche in dieser Arbeit gestellt werden: „Herr, lehre mich bedenken, dass ich mich irren könnte“.
(Aus der Einleitung)
Lesestimmen:
„Johannes Traichel hat in diesem Buch eine ganze Fülle von Perspektiven zur Taufe zusammen und ins Gespräch gebracht. Der ausführliche exegetische Teil bohrt in die Tiefe. Die Darstellung kirchlicher Perspektiven führt in die Weite. Die evangelischen Freikirchen in Deutschland haben kein einheitliches Verständnis der Taufe, aber Traichels Perspektive ist sicherlich in der Mitte freikirchlicher Tauftheologien anzusiedeln und bietet daher eine hilfreiche theologische Orientierung für Gemeinden und Pastoren.“
Ansgar Hörsting, Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden Deutschland
„Lesen wir im Neuen Testament noch von „einer Taufe“ (Eph 4,5), so sehen wir uns heute mit einer Vielzahl unterschiedlicher Auffassungen zum Thema Taufe konfrontiert. Das vorliegende Buch ermöglicht einen Überblick über die neutestamentlichen Texte zum Thema sowie verschiedene dogmatische Sichtweisen auf die Taufe. Egal welche Taufauffassung man schlussendlich selbst teilt – das Buch regt zum vertieften Nachdenken über ein wichtiges Thema des christlichen Glaubens an.“
Carsten Friedrich, Studienleiter Martin Bucer Seminar
„Johannes Traichel ist leidenschaftlicher Lehrer des Evangeliums, der ein tiefes Vertrauen in die Bibel als Gottes Wort mit großer Sorgfalt und Genauigkeit im Arbeiten, auch im Hören auf unterschiedliche Sichtweisen zusammenbringt. Und er steht als Pastor mit ganzem Herzen in der Gemeindearbeit, der „fleischgewordenen Dogmatik“ in einer Freien evangelischen Gemeinde. Beide Leidenschaften kommen seiner Studie über die neutestamentliche Taufe zugute. Unabhängig davon, ob man ihm in jeder Schlussfolgerung zustimmt, er bietet hier eine Fülle an Material zum Weiterarbeiten und -denken. Seinem Wunsch nach einer „wohlwollenden Gelassenheit“ in zukünftigen Debatten – bei aller Klarheit in der Sache – und nach einer Befreiung der Taufe von ihrem „Stiefkindsein“ insbesondere in den Freikirchen kann ich mich nur anschließen.“
Alexander Hirsch, Gesamtleiter Anskar-Kirche Deutschland, Marburg
„Herzerfrischend ist diese Arbeit eines jungen Gemeindepastors und Theologen. Dem Autor ist zuzustimmen, wenn er meint, dass die Taufe in evangelikalen Kreisen ein „Stiefkind“ ist, die um ihre „Existenz- oder Daseinsberechtigung“ zu kämpfen hat. Auf der Suche nach der Wahrheit ist für Johannes Traichel die Heilige Schrift „Quelle und Norm“. Das ist hocherfreulich und zeichnet ihn als einen guten Theologen aus.“
Dr. Alexander Rifert, lutherischer Theologe
„Tiefgründig, biblisch fundiert, sauber recherchiert, sorgfältig abgewogen, mit einer praktischen Schlussfolgerung. Ganz wie ich Johannes Traichel kenne, und seine gründliche Art wird in diesem hilfreichen Buch widergespiegelt.“
Torsten Kugler, Pastor in der Gemeinde für Christus Deutschland
„Das Buch „Die christliche Taufe“ des Pastors und Theologen Johannes Traichel kommt zur rechten Zeit. Es erläutert vor theologischem sowie praktischem Hintergrund hervorragend die verschiedenen Taufverständnisse der Kirchengeschichte. Dem Verfasser gelingt es, die wesentlichen Informationen kompakt, begeisternd und mit dem nötigen Tiefgang darzulegen. Sowohl Pastoren und Mitarbeiter in Gemeinden, als auch jeder Taufinteressierte bekommt mit diesem Werk ausreichend Material geliefert, um sich ein ausreichendes Bild zum Thema Taufe machen zu können. Der Inhalt besticht durch theologische Ausgewogenheit und einer Liebe zur Bibel – und dies bei einem seit Jahrhunderten polarisierenden Thema. Der multiperspektivische Blick, mit historischen und theologischen Aspekten macht deutlich, wie wesentlich die christliche Taufe heute noch ist und dass sie zum Kern biblischer Verkündigung gehört. Mögen noch viele Menschen von diesem Buch profitieren und sich von dem leidenschaftlichen Plädoyer des Autors für die Glaubenstaufe anstecken lassen.“
Pastor Dr. Michael Großklaus, Gnadenkirche Villingen-Schwenningen
„Insgesamt lässt sich festhalten, dass dieses Buch eine gute Übersicht über das Verständnis der Taufe aus freikirchlicher Sicht bietet. Wer sich in dieses Thema einarbeiten möchte und eine kompakte und dennoch breit angelegte Einführung sucht, kann mit gutem Gewissen zu diesem Buch greifen. Das gut sortierte Literaturverzeichnis und die gute Quellenarbeit eröffnen Wege für die intensivere Detailbeschäftigung.“
Karl-Peter Karzelek, Pastor einer EfG (Rezension)
Rezensionen:
„Die christliche Taufe“, erschienen bei Jota Publikationen 2020, ist eine wissenschaftlich theologische Ausarbeitung. Sie beschäftigt sich mit einer freikirchlichen Perspektive zur Bedeutung, Voraussetzung und Durchführung der Taufe. Der Autor, Johannes Traichel, ist Pastor einer Freien Evangelischen Gemeinde (FEG). Er untersucht und beschreibt ein für Christen zentrales persönliches Ereignis, das je nach freikirchlicher Prägung eine wichtige Rolle im Gemeindeleben spielt. Seine eigene Position arbeitet er deutlich heraus, ohne dabei in aggressive Polemik zu verfallen.
Die Zielgruppe der Abhandlung sind Pastoren, theologisch interessierte Laien und Verantwortungsträger in den Gemeinden, z.B. Gemeindeälteste. Für Taufanwärter ist es zwar interessant, aber vermutlich nur bedingt geeignet, wenn sie alte Sprachen (Griechisch, Hebräisch) in ihren grammatischen Strukturen nicht beherrschen.
‚Die wichtigste Intention des Autors liegt darin, einen Beitrag zur Diskussion diverser Interpretationsansätze der christlichen Taufe als zentrales dogmatisches Element zu leisten.
Eine klare Gliederung erleichtert die Orientierung. Sie besteht neben Einleitung und Schluss aus vier Abschnitten:
- Die Vielfalt der Tauflehren
- Der biblische Schriftbefund
- Die dogmatische Diskussion der Tauffrage
- Ergebnis: Die Lehre der Taufe
Ein ausführliches, gut gegliedertes Literaturverzeichnis schließt die Arbeit ab.
Im ersten Abschnitt werden die verschiedenen Sichtweisen westlicher christlicher Theologien und ihre dogmatischen Begründungen der jeweiligen Taufpraxen aufgezeigt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der protestantisch geprägten Theologie. Kritische Punkte verschiedener Taufverständnisse wurden klar benannt.
Der zweite Abschnitt orientiert sich am biblischen Schriftbefund. Ausgehend vom historischen Hintergrund, erarbeitet der Autor systematisch und gründlich Synoptische und Johanneische Textaussagen, Texte aus der Apostelgeschichte, den Paulinischen Briefen und dem Neuen Testament. Sehr interessant sind die aufgezeigten Bezüge zwischen Gottes Bundesschluss, der Beschneidung und der Taufe.
Dem flüssigen Lesen steht für Laien die Vielzahl der Fußnoten samt Erklärungen in den alten Sprachen entgegen.
Das Ziel des dritten Abschnitts ist, Argumente unterschiedlicher Taufverständnisse mit den biblischen Befunden zu vergleichen und zu anwendbaren Ergebnissen in der Taufpraxis zu finden. Den jeweiligen Argumentationssträngen zu folgen, erfordert die innere Bereitschaft zu Toleranz und aufgeschlossenem Denken. Als sehr empfehlenswert gilt der eingeschlossene Exkurs zur Kindertaufe.
Diese bisherigen gründlichen und umfassenden Erarbeitungen münden in den logischen vierten Abschnitt, die Lehre der Taufe. Deutlich wird, dass sich die Säuglingstaufe biblisch dogmatisch nicht zuverlässig begründen lässt.
Die vorliegende Diskussion zur Taufe nimmt den Leser in weites und tiefes Schürfen nach verlässlichen Grundlagen mit und ist daher sehr zum Studium, bereits für Theologiestudenten und Bibelschüler, zu empfehlen.“
Edeltraut Hertel